Buongiorno! Die kommende Ausgabe steht im Zeichen des Gesamtwerks von Genesis. In den vergangenen sechs, sieben Jahren hatten Leser immer wieder nachgefragt, wann denn der „Einkaufszettel“ zu dem facettenreichen Output der Briten endlich kommt. Das konnten wir damals nicht beantworten – heute können wir’s: Am 25. Mai legen wir die Karten auf den Tisch. Dann geben wir unsere Empfehlungen ab über das, was man von der populärsten aller Progressive-Rock-Bands kennen, am besten: besitzen sollte. Eigentlich sollte dies bei Genesis eine vergleichsweise leichte Aufgabe sein – nun ja, die eine oder andere Überraschung wird schon auch dabei sein. In jedem Fall freuen wir uns schon jetzt auf Euer Feedback zum Thema! Zuvor aber wie immer noch ein wenig Musiknachrichten zur Einstimmung. Newsletter ab! Die Themen des Newsletters im Überblick: 1.STAX-LEGENDE DONALD „DUCK“ DUNN GESTORBEN 2.QUEEN VERÖFFENTLICHEN AUFWÄNDIG GESTALTETEN SONGTEXTE-BAND 3.RINGO STARR: „KEINE AHNUNG, WO MEINE BEATLES-FOTOS SIND!“ 4.„A HOUSE FULL OF MUSIC“: KUNST UND MUSIK IN DARMSTADT 5.RICK-WAKEMAN-BIOGRAPHIE MIT VORWORT VON ELTON JOHN ERSCHIENEN 6.DRESDEN DOLL LEGT IM HERBST ZWEITES SOLOALBUM VOR 7.VORSCHAU ECLIPSED-AUSGABE 7-8/2012 Die eclipsed-Redaktion wünscht viel Spaß beim Stöbern!
 Selbst ein Weißer, war DONALD „DUCK“ DUNN einer der profiliertesten Musiker auf Platten schwarzer Künstler der Sechziger- und Siebzigerjahre. Ob Otis Reddings „Respect“ oder „I Can’t Turn You Loose“, ob Albert Kings „Born Under A Bad Sign“, ob Eddie Floyds „Knock On Wood“, ob Sam & Daves „Hold On I’m Comin’“: Überall ist der warme Sound Dunns zu hören. Jetzt ist der Bassist der legendären Stax-Hausband Booker T. & The M.G.’s („Green Onions“) im Alter von siebzig Jahren in Tokio gestorben. Der US-Musiker war in die japanische Hauptstadt gekommen, um eine Reihe von Konzerten im Rahmen einer Stax-Show zu spielen. Nach zwei Auftritten im Blue Note Night Club war Dunn, der 1980 auch im Kultfilm „Blues Brothers“ zu sehen und zu hören war, in der Nacht zum 13. Mai in seinem Hotelzimmer in seinem Hotel im Schlaf gestorben.
 „Ist this the real life?/Ist this just fantasy?“ Welcher Rockfan kennt diese Eingangszeilen nicht?! Und neben der klingenden Lyrics der „Bohemian Rhapsody“ haben sich über die Jahrzehnte noch viele weitere Strophen und Refrains von QUEEN-Songs ins Gehirn eingegraben. Das Buch „Queen – The Complete Illustrated Lyrics“ fasst jetzt sämtliche Liedtexte des berühmten Pomprock-Quartetts zusammen. Jeder einzelne Song wird von Bildmaterial begleitet, etwa von handschriftlich verfassten Textblättern. Das im Juni bei Backbeat Books erscheinende, gut vierhundertseitige Buch wurde vom langjährigen Creative Director der Band, Richard Gray, gestaltet. Das Vorwort stammt von den Queen-Nachlassverwaltern Roger Taylor und Brian May.
 Wer in seinem Leben mehr als fünfmal umgezogen ist, wird vielleicht das Dilemma nachvollziehen können, in dem RINGO STARR gerade steckt. Nach einem Bericht des australischen „Rolling Stone“ hat der Ex-Beatle seine Sammlung unveröffentlichter Fotos von THE BEATLES verlegt oder sogar verloren – er weiß einfach nicht, wo die Kiste mit den Bildern, die er in den Sechzigerjahren selbst geschossen hat, abgeblieben ist. „Ich habe keine Ahnung, wo sie sind“, zitiert das Magazin den 71-Jährigen. „Ich wünschte, ich wüsste es. Nach mehreren Umzügen kann so was passieren.“ Allerdings habe er immer noch die Hoffnung, dass diese hochspannenden Zeitdokumente eines schönen Tages doch wieder auftauchen. Immerhin sei ihm dasselbe vor gut zehn Jahren mit Urlaubspostkarten seiner ehemaligen Bandkollegen passiert: „Ich entdeckte eine Kiste auf einem Regal, und ich dachte: ‚Was zum Henker ist da denn drin?‘ Sie war randvoll mit diesen Postkarten. Kurz vorher waren wir wieder in ein anderes Haus gezogen, und meine damalige Sekretärin hatte sie alle in einen Umschlag gesteckt und diesen in einen Schuhkarton gepackt. So entdeckte ich, dass ich sie noch hatte. Man kann also nie wissen: Eines Tages finde ich vielleicht eine andere Kiste mit all meinen Fotos.“
 Begleitend zu der am 9. Juni beginnenden Documenta 13 hat am 13. Mai in Darmstadt die Ausstellung A HOUSE FULL OF MUSIC ihre Pforten geöffnet. Bis einschließlich 9. September loten die Organisatoren der interdisziplinären Großausstellung anhand von Klangräumen, Projektionen, Objekten, Partituren und Gemälden von Musikern und Künstlern wie LAURIE ANDERSON, ROBERT FILLIOU, ANRI SALA, DIETER ROTH, IANNIS XENAKIS oder FRANK ZAPPA inneren Zusammenhänge der Gattungen Musik und Kunst aus. Der Ausstellungstitel ist übrigens einer Performance des großen Klangneuerers JOHN CAGE entlehnt. Der 1992 verstorbene Amerikaner, zu dessen Schülern unter anderen Yoko Ono und La Monte Young gehörten, war der südhessischen Stadt in besonderer Weise verbunden, da er Teilnehmer der bedeutenden „Darmstädter Ferienkurse für Neue Musik“ war.
 In seiner Hochphase wirkte RICK WAKEMAN wie eine Mischung aus Niccolò Paganini, Rauschegoldengel und Marvel-Superheld. Jetzt ist eine vom Künstler autorisierte Biographie erschienen, die genau diesen spannenden Zeitraum beschreibt. Dan Woodings Buch „Caped Crusader: Rick Wakeman In The 1970s“ setzt in dem Moment an, als der junge englische Keyboardvirtuose 1969 bei der Folk-Prog-Truppe Strawbs einsteigt. Es zeigt in der Folge den Sessionmusiker Wakeman, das frischgebackene Yes-Mitglied, das mit der Gruppe einige der aufregendsten Alben des Progressive Rock einspielt und dadurch Superstarstatus erlangt, und schließlich den bisweilen die Bodenhaftung verlierenden Solokünstler. Das Vorwort zu „Caped Crusader“ (etwa: Kreuzritter mit Umhang) hat übrigens ELTON JOHN, dem Wakeman vor seiner Zeit bei Yes im Studio ausgeholfen hatte, beigesteuert. In diesem heißt es unter anderem: „Ricks Meisterschaft an den elektronischen Instrumenten ist nur eine seiner Fähigkeiten, und ich denke, es ist fair, wenn ich sage, dass er einer der Gründe war, warum ich im beim Klavier geblieben bin. Ich schätze zudem seine Einstellung zu bühnenshows – er war immer bereit etwas zu riskieren, ohne jedoch dabei seine musikalischen Ideale zu opfern.“ Das 190 Seiten starke, in englischer Sprache erscheinende Buch wird von Gonzo Multimedia verlegt und kostet rund 18 Euro.
 Sie ist bei den Dresden Dolls für den überdrehten Gesang und die knalligen Pianoriffs zuständig. Wann AMANDA PALMER als Teil des originellen US-Duos, zu dem noch Schlagzeuger Brian Viglione gehört, wieder ins Studio geht, ist zum jetzigen Zeitpunkt, da sie ihr zweites Soloalbum angekündigt hat, völlig offen. Der Nachfolger ihres Debüts „Who Killed Amanda Palmer“ (2008) erscheint im September. Veröffentlichen wird sie diesen unter dem Projektnamen Amanda Palmer & The Grand Theft Orchestra (gleichzeitig auch Titel des Albums). Palmer hat zudem mit 30 bildenden Künstlern (darunter CONRAD KEELY von …And You Will Know Us By The Trail Of Dead) zusammengearbeitet, die sich von ihrer Musik zu eigenen Werken haben inspirieren lassen. Diese werden dem Album in Form eines „Art-Book“ beigefügt. Vorab sind diese am 12. Juni in einer eintägigen Ausstellung in Berlin zu sehen. Zwei Tage später spielt Palmer einen exklusiven Clubgig in der Stadt, bei dem sie einige Titel des neuen Albums vorstellen wird. Die Tickets für die Veranstaltung sind jedoch schon weg.
VORSCHAU ECLIPSED-AUSGABE 7-8/2012
Und hier ein erster Blick auf die Themen der Juli/August-Ausgabe: THE ROLLING STONES – So, die Party steigt – ob mit oder ohne die Stones, ist noch nicht ganz raus. Dennoch wird weltweit an die Gründung der neben den Beatles wichtigsten englischen Band gedacht. Auch wir stoßen auf ihren 50. an! ECLIPSED-SPEZIAL: DIE GESCHICHTE DES PROGRESSIVE ROCK, TEIL XII – Progresiva roko: Mit der Esperanto-Bezeichnung für Prog machen wir uns im Rahmen unseres Trips durch die Welt der progressiven Musik auf den Weg in die exotischsten Reservate. APHRODITE’S CHILD – Mit „666“ lieferten die Exil-Griechen Vangelis und Demis Roussos vor 40 Jahren eines der Kultalben des Progressive Rock ab. eclipsed erzählt, wie es dazu kam. RUSH – Wir plaudern mit Geddy Lee über eines der stärksten Alben in der Geschichte des Powerprog-Trios. SANTANA – Der Meister der ausgehaltenen Töne hat tatsächlich wieder Lust bekommen, seine Gitarre singen zu lassen! SQUACKETT – Wo Squire und Hackett draufsteht, ist Squackett drin! THE FLOWER KINGS – Sie sind noch immer die erste Adresse, wenn’s um ambitionierten Retroprog geht. 2012 spielen die Flower Kings erstmals bei der „Night Of The Prog“; wir treffen sie vorher. SIGUR RÓS – Lang’ nix mehr aus Island gehört! Jetzt melden sich die wundersamen Artrock-Neuerer mit frischem Material zurück + DVD „eclipsed at Rockpalast III“!!! UND WIE IMMER – Viele weitere spannende Features!
DAS JUNI-HEFT ERSCHEINT AM 22. Juni 2012!
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